13.04.15 KST Beteiligungs AG: Jahresergebnis 2014

Die KST Beteiligungs AG hat im Geschäftsjahr 2014 einen Fehlbetrag in Höhe von -134 Tausend Euro erzielt. Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von -0,02 Euro. Der innere Wert lag zum Bilanzstichtag bei 1,76 Euro pro Aktie. Im anschließenden ersten Quartal 2015 konnte ein Nettoüberschuss von 344 Tausend Euro erwirtschaftet werden. Der innere Wert hat sich im gleichen Zeitraum um rund 20 Prozent erhöht.

Ertragslage


Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde beim Verkauf von Wertpapieren ein Gewinn in Höhe von 339 Tausend Euro erzielt (Vorjahr 2.264 Tausend Euro). Darin enthalten sind realisierte Gewinne aus dem Verkauf von Aktien der Schweizer Electronic AG in Höhe von 499 Tausend Euro sowie realisierte Verluste aus dem Verkauf von Aktien der Mifa AG in Höhe von 480 Tausend Euro. Die Zuschreibungen beliefen sich auf 595 Tausend Euro (Vorjahr 129 Tausend Euro) und umfassen eine Zuschreibung bei der Beteiligung an der Süddeutsche Aktienbank AG in Höhe von 561 Tausend Euro aufgrund eines derzeit vorliegenden Erwerbsangebots zu 1,50 Euro pro Aktie. Die Abschreibungen auf Wertpapierbestände summierten sich auf 607 Tausend Euro (Vorjahr 1.881 Tausend Euro), darunter eine Abschreibung auf das Tochterunternehmen Blättchen & Partner AG in Höhe von 200 Tausend Euro. Unter Berücksichtigung der anderen Erträge in Höhe von 177 Tausend Euro (Vorjahr 154 Tausend Euro) ergibt sich ein Rohergebnis von 504 Tausend Euro (Vorjahr 666 Tausend Euro).
Die Personalaufwendungen reduzierten sich auf 238 Tausend Euro (Vorjahr 253 Tausend Euro). Die Abschreibungen und sonstigen Steuern betrugen nahezu unverändert 32 Tausend Euro. Die sonstigen Aufwendungen reduzierten sich um 16 Prozent von 469 Tausend Euro auf nunmehr 393 Tausend Euro. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von 11 Tausend Euro (Vorjahr 384 Tausend Euro) sowie des neutralen Ergebnisses in Höhe von 14 Tausend Euro (Vorjahr -7 Tausend Euro) verbleibt ein Jahresfehlbetrag von 134 Tausend Euro nach einem Jahresüberschuss von 286 Tausend Euro im Vorjahr. Dies entspricht bei unverändert 5.940.000 Akten einem Ergebnis pro Aktie von -0,02 Euro (Vorjahr +0,05 Euro). Das Tochterunternehmen Blättchen & Partner AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein leicht positives Ergebnis erwirtschaftet. Auf die Erstellung eines freiwilligen Konzernabschlusses wurde für 2014 erstmals verzichtet.

Vermögenslage

Der Sachanlagebestand hat sich leicht auf 91 Tausend Euro reduziert. Das Finanzanlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 3.457 Tausend Euro (Vorjahr 4.068 Tausend Euro). Im Umlaufvermögen sind sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 804 Tausend Euro (Vorjahr 1.157 Tausend Euro) aktiviert, darunter stichtagsbezogene Kaufpreisforderungen aus Wertpapierverkäufen in Höhe von 417 Tausend Euro. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit einem Buchwert von 2.473 Tausend Euro (Vorjahr 2.552 Tausend Euro) bilanziert. Der Bestand an liquiden Mitteln beläuft sich zum Stichtag auf 2.088 Tausend Euro nach 1.374 Tausend Euro im Vorjahr. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt unverändert 74 Tausend Euro. Der aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung als Saldo aus Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen und zugehörigen Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen erhöhte sich auf 418 Tausend Euro (Vorjahr 333 Tausend Euro).
Auf der Passivseite wurden bei gleichbleibendem Grundkapital von 5.940 Tausend Euro der Verlustvortrag und der Jahresfehlbetrag in Höhe von insgesamt 13.147 Tausend Euro vollständig mit der Kapitalrücklage verrechnet. Die verbleibende Kapitalrücklage beträgt 3.367 Tausend Euro (Vorjahr 16.513 Tausend Euro). Die Rückstellungen in Höhe von 72 Tausend Euro (Vorjahr 110 Tausend Euro) umfassen Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von 30 Tausend Euro. Die Verbindlichkeiten summieren sich auf 26 Tausend Euro (Vorjahr 106 Tausend Euro), so dass bei einem Eigenkapital von 9.307 Tausend Euro (Vorjahr 9.441 Tausend Euro) und einer Bilanzsumme von 9.405 Tausend Euro (Vorjahr 9.658 Tausend Euro) eine Eigenkapitalquote von 99 Prozent (Vorjahr 98 Prozent) resultiert.
Der vollständige Geschäftsbericht 2014 der KST Beteiligungs AG steht ab sofort auf der Homepage (www.kst-ag.de) zum Download zur Verfügung.

Entwicklung im ersten Quartal 2015

Im ersten Quartal 2015 wurden Wertpapiergewinne in Höhe von 464 Euro (Vorjahr 194 Tausend Euro) erzielt. Zuschreibungen wurden in Höhe von 11 Tausend Euro (Vorjahr 49 Tausend Euro) vorgenommen, die Abschreibungen summierten sich auf 55 Tausend Euro (Vorjahr 214 Tausend Euro). Bei sonstigen betrieblichen Erträgen von 91 Tausend Euro (Vorjahr 30 Tausend Euro), betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 170 Tausend Euro (Vorjahr 177 Tausend Euro), einem Finanzergebnis von 15 Tausend Euro (Vorjahr 0 Euro) und einem neutralen Ergebnis von -12 Tausend Euro (Vorjahr -6 Tausend Euro) ergibt sich zum 31. März 2015 ein Nettoüberschuss in Höhe von 344 Tausend Euro (Vorjahr -124 Tausend Euro). Die liquiden Mittel belaufen sich zum Stichtag auf rund 3,22 Millionen Euro (Vorjahr 1,05 Millionen Euro). Das Ergebnis ist geprägt von der weiteren Gewinnrealisation bei der Beteiligung Schweizer Electronic AG, die im ersten Quartal vollständig veräußert wurde. Die Formycon AG ist aufgrund des Kursanstiegs der vergangenen Monate derzeit die mit Abstand größte börsennotierte Beteiligung der KST, gefolgt von MS Industrie AG, Einbecker Brauhaus AG, RCM Beteiligungs AG und Softing AG. Der innere Wert pro Aktie hat sich seit dem Jahreswechsel deutlich erhöht auf 2,12 Euro am 31. März 2015.
Herr Dr. Eberhard Weiershäuser hat sein Mandat als Aufsichtsrat der Gesellschaft mit Wirkung zum 7. April 2015 niedergelegt. Herr Dr. Weiershäuser war seit 2004 Mitglied des Aufsichtsrats der KST Beteiligungs AG und hat seitdem die Arbeit des Gremiums als Vorsitzender mitgestaltet und in wertvoller Weise unterstützt. Aufsichtsrat und Vorstand der KST danken Herrn Dr. Weiershäuser auch im Namen der Aktionäre für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Als neues Mitglied des Aufsichtsrats hat das Amtsgericht Stuttgart am 18. März 2015 Herrn Reinhard Voss mit Wirkung zum 7. April 2015 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 10. April 2015 hat der Aufsichtsrat einstimmig Herrn Voss zum Vorsitzenden und Herrn Dr. Hess zu dessen Stellvertreter gewählt. Aufsichtsrat und Vorstand freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Herrn Voss.

Ausblick

Nachdem 2014 die Restrukturierung der börsennotierten Beteiligungen im Fokus stand, konzentrieren sich die Bemühungen aktuell auf die Veräußerung der nicht börsennotierten Beteiligungen im Portfolio. Das laufende Erwerbsangebot für Aktien der Süddeutschen Aktienbank wurde angenommen, der Vollzug steht derzeit jedoch noch unter der Bedingung einer Zustimmung der Aufsichtsbehörden. Wir gehen davon aus, dass diese in den kommenden Wochen erteilt wird, was bei der KST zu einem Liquiditätszufluss in Höhe von knapp 1,7 Millionen Euro führen würde. Auch im Hinblick auf die zum Verkauf stehende Beteiligung an der Corporate Finance Beratungsgesellschaft Blättchen & Partner AG finden bereits konkrete Gespräche mit Interessenten statt. Wir gehen auch hier von einer erfolgreichen Transaktion noch im ersten Halbjahr 2015 aus.
Der Kursanstieg der Formycon AG hat zu einem signifikanten Anstieg der stillen Reserven bei der KST geführt. Wir gehen langfristig von einer weiterhin positiven Kursentwicklung der Aktie aus. Auch wenn sich die Ertragsaussichten der KST vor diesem Hintergrund deutlich verbessert haben, verbleibt die Problematik verhältnismäßig hoher Kosten im Vergleich zum verwalteten Vermögen. Aus diesem Grund prüft der Vorstand neben der Möglichkeit weiterer Kosteneinsparungen auch weiterhin verschiedene Optionen zur Anhebung des verwalteten Vermögens, sei es durch Zuführung weiteren Kapitals oder durch Schöpfung von Synergien mit anderen Marktteilnehmern.
Für das Jahr 2015 erwartet der Vorstand in einem Marktumfeld geprägt von Anleihekaufprogrammen der Zentralbanken, fallendem Euro und anhaltend niedrigem Ölpreis eine weiterhin positive Entwicklung an den Kapitalmärkten. Davon dürfte auch das Portfolio der KST profitieren, so dass nach jetzigem Stand auch von einem positiven Gesamtjahresergebnis auszugehen ist.

Über die KST Beteiligungs AG

Die KST Beteiligungs AG ist eine im Entry Standard der Deutschen Börse notierte Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart. Wichtigstes Unternehmensziel ist die langfristige Steigerung des Gesellschaftsvermögens. Zu diesem Zweck verfolgt die KST keine festgelegte Anlagestrategie. Sie investiert vorwiegend in aussichtsreiche börsennotierte Nebenwerte im deutschsprachigen Raum und setzt dabei keine Branchenschwerpunkte. Die KST begleitet Unternehmen als engagierte Minderheitsgesellschafterin aktiv während des gesamten Anlagezeitraums. Das Nebenwerteportfolio der KST umfasst in der Regel weniger als zehn Kernbeteiligungen mit einem Anlagevolumen von jeweils 0,5 bis 2 Millionen Euro.
Darüber hinaus engagiert sich die KST weltweit opportunistisch bei Unternehmen, die aus den verschiedensten Gründen vorübergehend signifikante Bewertungsabschläge aufweisen. Die Investitionen erfolgen als klassische Aktienanlagen, aber auch beispielsweise in Form von Wandel- oder Optionsanleihen. Die KST profitiert dabei von einem Netzwerk erfahrener Investitionspartner, mit denen die KST gemeinsam in der Lage ist, attraktive Investitionschancen zu identifizieren, zu bewerten und zu überwachen. In der Regel handelt es sich bei den Gesellschaften um größere börsennotierte Unternehmen.
Allgemeine Angaben

Hinweis: Sämtliche Zahlenangaben zum Jahresabschluss 2014 sind testiert und wurden auf Basis des strengen Niederstwertprinzips nach HGB ermittelt.
Kontakt: Wolfgang Rück (Vorstand), Telefon: +49 (0)711 490 702 701, Email: rueck@kst-ag.de