03.03.2016 Jahresergebnis 2015

Die KST Beteiligungs AG hat im Geschäftsjahr 2015 einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 1,48 Millionen Euro (Vorjahr -134 Tausend Euro) erzielt. Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 0,27 Euro. Der innere Wert lag zum Bilanzstichtag bei rund 2,00 Euro pro Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,10 Euro je Aktie auszuschütten. Darüber hinaus ist geplant, der Hauptversammlung eine Teilrückzahlung aus dem Grundkapital in Höhe von 0,40 Euro je Aktie vorzuschlagen.

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde beim Verkauf von Wertpapieren ein Gewinn in Höhe von 2.165 Tausend Euro erzielt (Vorjahr 339 Tausend Euro). Darin enthalten sind Gewinne aus der Veräußerung von Aktien der Formycon AG in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro. Zuschreibungen auf Wertpapierbestände wurden im Jahr 2015 nicht vorgenommen (Vorjahr 595 Tausend Euro). Die sonstigen Erträge beliefen sich auf rund 219 Tausend Euro (Vorjahr 210 Tausend Euro).

Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund von Zuführungen für die Altersversorgung leicht auf 243 Tausend Euro (Vorjahr 238 Tausend Euro). Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen 26 Tausend Euro (Vorjahr 30 Tausend Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 123 Tausend Euro auf nunmehr 472 Tausend Euro. Zinsen und ähnlichen Erträge beliefen sich auf 125 Tausend Euro (Vorjahr 83 Tausend Euro). Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlage- und Handelsbestandes wurden in Höhe von 290 Tausend Euro (Vorjahr 607 Tausend Euro) vorgenommen, wovon der überwiegende Teil das mit Wirkung zum 1. Januar 2016 veräußerte Tochterunternehmen Blättchen & Partner AG betrifft. Unter Berücksichtigung von Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von 4 Tausend Euro (Vorjahr 0 Euro) sowie Steuererstattungen von 2 Tausend Euro (Vorjahr -1 Tausend Euro) verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.476 Tausend Euro (Vorjahr -134 Tausend Euro).

Vermögenslage
Das Sachanlagevermögen der Gesellschaft hat sich von 91 Tausend Euro auf 56 Tausend Euro reduziert. Das Finanzanlagevermögen beträgt zum Stichtag 4.251 Tausend Euro (Vorjahr 3.457 Tausend Euro). Darin enthalten sind Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 264 Tausend Euro (Vorjahr 500 Tausend Euro). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 1.656 Tausend Euro (Vorjahr 804 Tausend Euro) sind Darlehensforderungen in Höhe von 1.331 Tausend Euro (Vorjahr 31 Tausend Euro) aktiviert. Der Bestand an Wertpapieren des Handelsbestandes hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 820 Tausend Euro (Vorjahr 2.473 Tausend Euro) reduziert. Der Kassenbestand lag zum Bilanzstichtag mit 4.275 Tausend Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 2.088 Tausend Euro. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt 20 Tausend Euro (Vorjahr 74 Tausend Euro). Ein aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung als Saldo aus Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen und zugehörigen Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen wird aufgrund der planmäßigen Vereinnahmung der Versicherungsleistung nicht mehr ausgewiesen (Vorjahr 418 Tausend).

Auf der Passivseite hat sich das Grundkapital der Gesellschaft nach Einziehung von 440.000 eigenen Aktien im November 2015 auf 5.500 Tausend Euro reduziert. Zum Stichtag hält die Gesellschaft 97.827 eigene Aktien zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von 1,52 Euro, so dass sich ein eingefordertes Kapital in Höhe von 5.402 Tausend Euro (Vorjahr 5.940 Tausend Euro) ergibt. Die Kapitalrücklage hat sich im Zuge der Einziehung um 440 Tausend Euro auf 3.807 Tausend Euro erhöht. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2015 beläuft sich auf 684 Tausend Euro (Vorjahr 0 Euro). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen 829 Tausend Euro (Vorjahr 0 Euro), die sonstigen Rückstellungen 57 Tausend Euro (Vorjahr 72 Tausend Euro). Unter den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 299 Tausend Euro (Vorjahr 26 Tausend Euro) sind Verbindlichkeiten aufgrund bereits erhaltener Kaufpreiszahlungen für die Blättchen & Partner AG in Höhe von 264 Tausend Euro passiviert.
Bei einem Eigenkapital von 9.893 Tausend Euro (Vorjahr 9.307 Tausend Euro) und einer Bilanzsumme von 11.078 Tausend Euro (Vorjahr 9.405 Tausend Euro) ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 89 Prozent (Vorjahr 99 Prozent).

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,10 Euro je Aktie auszuschütten. Künftige Dividendenvorschläge sollen jeweils in Abhängigkeit von der Ergebnisentwicklung erfolgen. Zusätzlich ist geplant, der Hauptversammlung eine Teilrückzahlung aus dem Grundkapital in Höhe von 0,40 Euro je Aktie vorzuschlagen.

Der vollständige Geschäftsbericht 2015 der KST Beteiligungs AG steht ab sofort auf der Homepage (www.kst-ag.de) zum Download zur Verfügung.

Ausblick
Im Oktober wurde in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat eine Anpassung der Anlagestrategie beschlossen. Demnach investiert die KST künftig vorwiegend in dividendenstarke und hochliquide Aktien sowie höherverzinsliche Anleihen. Mit den Wertpapierumschichtungen wurde im Herbst 2015 begonnen. Darüber hinaus wurden bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr Maßnahmen ergriffen, um die Kostenquote der Gesellschaft deutlich und nachhaltig zu reduzieren. Neben der personellen Reduzierung hat die KST im Dezember kostengünstigere Büroräume bezogen und verschiedene weitere Kosten auf den Prüfstand gestellt. Unter anderem wird die KST-Aktie am 31. März 2016 letztmals auf XETRA gehandelt. Die Handelbarkeit in Frankfurt sowie den verschiedenen Regionalbörsen bleibt davon unberührt.

Der deutliche Kursrückgang an den Kapitalmärkten seit Jahresbeginn hat sich auch auf das Portfolio der KST und folglich auf den inneren Wert ausgewirkt. Jedoch verfügt die KST aufgrund der Gewinnrealisierungen und Umschichtungen über eine hohe Liquidität, die den Wertverlust im Portfolio spürbar abgefedert hat. Die freien liquiden Mittel sollen unter Berücksichtigung des Marktumfeldes in den kommenden Monaten sukzessiv investiert werden. Vor diesem Hintergrund bietet der aktuelle Kursrückgang Chancen für Neuengagements in aussichtsreichen hochliquiden Titeln sowie Zukäufe in bestehenden Positionen.
Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem eher schwierigen, zumindest jedoch anhaltend volatilen Marktumfeld aus.

Über die KST Beteiligungs AG
Die KST Beteiligungs AG ist eine im Entry Standard der Deutschen Börse notierte Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart. Wichtigstes Unternehmensziel ist die langfristige Steigerung des Gesellschaftsvermögens. Zu diesem Zweck verfolgt die KST keine festgelegte Anlagestrategie. Die KST investiert vorwiegend in dividendenstarke und hochliquide Aktien sowie höherverzinsliche Anleihen.

Kontakt
Philipp Wiedmann (Vorstand), Telefon: +49 (0)711 22254-145, Email: info@kst-ag.de